Entstehungsgeschichte der Gesteine
Natursteine Tipps und Informationen – Eine umfassende Video-Serie
Willkommen zu unserer umfassenden Video-Serie über die Entstehungsgeschichte der Gesteine. In 9 Teilen erklären wir Ihnen alles Wissenswerte über magmatische Gesteine, Sedimentgesteine und metamorphe Gesteine.
Diese Videoreihe richtet sich an alle, die mehr über Natursteine erfahren möchten – ob Hausbesitzer, Handwerker oder einfach Interessierte. Das Verständnis der Entstehungsgeschichte ist nicht nur geologisch faszinierend, sondern auch praktisch relevant für die richtige Auswahl, Pflege und Behandlung von Natursteinen in Ihrem Zuhause oder Gewerbe.
Warum ist die Entstehungsgeschichte wichtig?
Die Art und Weise, wie ein Gestein entstanden ist, bestimmt seine physikalischen und chemischen Eigenschaften. Ein Granit, der über Millionen Jahre tief in der Erdkruste auskristallisiert ist, hat völlig andere Eigenschaften als ein Sandstein, der aus zusammengepressten Sandkörnern besteht. Diese Unterschiede wirken sich direkt auf die Härte, Porosität, Säurebeständigkeit und damit auf die Pflegeanforderungen aus.
Magmatische Gesteine wie Granit sind in der Regel sehr hart und widerstandsfähig, während Sedimentgesteine wie Kalkstein weicher und empfindlicher gegenüber Säuren sind. Metamorphe Gesteine wie Marmor vereinen oft Eigenschaften beider Kategorien und erfordern besondere Aufmerksamkeit bei der Pflege.
Teil 1 – Natursteine Tipps und Informationen – Magmatische Gesteine
Magmatische Gesteine – Plutonite: Der Kreislauf beginnt in unserem Fall im Erdinneren, in der Erdkruste oder dem Erdmantel. Unter hohen Temperaturen und Drücken gibt es eine Schmelze, das sogenannte Magma. Diese Gesteine sind besonders hart und widerstandsfähig, ideal für stark beanspruchte Flächen wie Küchenarbeitsplatten und Außenbereiche.
Teil 2 – Natursteine Tipps und Informationen – Magmatische Gesteine
Hier haben wir also schon die ersten entscheidenden Unterschiede bei den Erstarrungsgesteinen. Optisch gut zu erkennen anhand der Mineralstruktur sind es aber besonders die technischen Eigenschaften der Gesteine. Die Kristallgröße und -struktur bestimmen die Haltbarkeit und Pflegeanforderungen des Steins.
Teil 3 – Schwarze Granite und andere Gesteine
Es gibt keine echten schwarzen Granite. Wenn ein Kunde angeblich einen besitzt oder haben möchte dann ist das in Wirklichkeit ein Basalt, Diabas, Diorit, Granodiorit, Anorthosit oder Gabbro. Diese Gesteine haben unterschiedliche Pflegeanforderungen – wichtig für die richtige Behandlung und Imprägnierung.
Teil 4 – Gelbe, Rote und Blaue Granite
Gibt es denn echte gelbe Granite? Ja es gibt gelbe Granite, Sie stammen fast alle aus natürlich angewitterten Schichten. Es handelt sich also um einen Naturstein der sich schon umwandelt/Verwittert. Diese farbigen Granite erfordern besondere Aufmerksamkeit bei der Pflege, da sie empfindlicher gegenüber Umwelteinflüssen sind.
Teil 5 – Magmatische Gesteine – Vulkanite
Bei den Vulkaniten/Ergussgesteinen finden wir viel Quarz im Liparit, im Mittelbereich liegt der Andesit und sehr Quarzarm ist der Basalt. Besonderes Augenmerk liegt hier auf den Naturstein China Black G684. Vulkanite haben oft eine feinere Struktur als Plutonite und eignen sich hervorragend für Fassaden und Bodenbeläge.
Teil 6 – Sedimentgesteine – Tonstein
Tonstein ist ein feinklastisches (feinkörniges) Sedimentgestein mit einer Korngröße kleiner als 0,002mm. Sie werden auch als Schiefertone bezeichnet. Nicht zu verwechseln mit Tonschiefer. Diese Gesteine sind weicher und erfordern eine schonende Reinigung ohne aggressive Chemikalien.
Teil 7 – Sedimentgesteine – Sandstein
Gerade die Art des Bindemittels der Sandkörner bestimmt wie hart und widerstandsfähig ein Sandstein im Endeffekt ist. Eine kieselige Verbindung macht den Sandstein sehr hart aber schwer bearbeitbar. Sandsteine sind porös und benötigen eine hochwertige Imprägnierung zum Schutz vor Feuchtigkeit und Verschmutzung.
Teil 8 – Sedimentgesteine – Kalkstein
Rot gefärbte Kalksteine, entstehen in großen Meerestiefen aus sehr langsam sich setzenden Kalktrümmern. Es sind die Knollenkalke, typischer Vertreter ist der Rosso Verona. Kalksteine sind säureempfindlich und dürfen niemals mit sauren Reinigern behandelt werden – pH-neutrale Produkte sind hier Pflicht.
Teil 9 – Metamorphe Gesteine
Metamorphe Gesteine entstehen durch Umwandlung bereits bestehender Gesteine unter hohen Temperaturen und Drücken. Dabei verändern sich die Mineralzusammensetzung und die Struktur des Gesteins. Marmor ist das bekannteste metamorphe Gestein – edel und zeitlos, aber empfindlich gegenüber Säuren und mechanischer Beanspruchung.
Wichtige Erkenntnisse aus der Video-Serie
Schwarze Granite – Ein häufiger Irrtum
Es gibt keine echten schwarzen Granite. Die chemische und mineralogische Zusammensetzung weicht aber erheblich von einem echten Granit ab. Was im Handel als "schwarzer Granit" verkauft wird, ist meist Basalt, Diabas, Diorit, Granodiorit, Anorthosit oder Gabbro. Diese Unterscheidung ist wichtig, da jedes dieser Gesteine unterschiedliche Pflegeanforderungen hat.
Mohshärte und Pflegeleichtigkeit
Ein wichtiger Punkt ist das Vorhandensein von Quarz im Gestein, da Quarz ein Mineral mit einer hohen Mohshärte 7 ist. Je härter ein Gestein, desto abriebfester und pflegeleichter. Quarzreiche Gesteine wie echter Granit sind ideal für stark frequentierte Bereiche, während quarzarme Gesteine wie Kalkstein eher für geschützte Innenbereiche geeignet sind.
Jura Kalkstein – Kein Marmor!
Einer der bekanntesten Kalksteine in unserer Region ist der Jura Kalkstein. Es handelt sich hier nicht um einen Marmor, wie landläufig oft vermutet. Der Unterschied ist entscheidend: Kalkstein ist ein Sedimentgestein, Marmor ein metamorphes Gestein. Beide sind säureempfindlich, aber Marmor ist härter und dichter.
Porosität und Imprägnierung
Sedimentgesteine wie Sandstein und Kalkstein sind deutlich poröser als magmatische Gesteine. Diese Porosität macht sie anfälliger für Flecken und Feuchtigkeit. Eine professionelle Imprägnierung ist hier unerlässlich, um die Lebensdauer zu verlängern und die Pflege zu erleichtern.
Säureempfindlichkeit beachten
Kalkhaltige Gesteine (Kalkstein, Marmor, Travertin) reagieren empfindlich auf Säuren. Selbst Zitronensaft, Essig oder Wein können dauerhafte Flecken hinterlassen. Verwenden Sie ausschließlich pH-neutrale Reiniger und schützen Sie die Oberfläche durch regelmäßige Imprägnierung.