Die Sanierung von Natursteinböden bietet eine hervorragende Alternative zur Neuverlegung, die nicht nur Kosten spart, sondern auch den Wert des Bodens langfristig erhöht. Bodenbeläge aus Naturstein, Terrazzo, Fliesen oder Beton gehören heute zu den Highlights moderner Architektur – sowohl in gewerblichen als auch privaten Immobilien. Der erste Eindruck ist oft entscheidend, und ein gut gepflegter Natursteinboden kann den gesamten Raum aufwerten.
Natursteinböden sind ein Symbol für Qualität, Beständigkeit und Eleganz. Mit der richtigen Pflege und regelmäßigen Sanierungen lässt sich diese Qualität über Jahrzehnte erhalten. Doch wie genau funktioniert die Sanierung, und warum ist sie oft die bessere Wahl gegenüber der Neuverlegung?
Sanieren statt Neuverlegen – Kosten und Umwelt schonen

Die Frage, ob man einen alten Bodenbelag saniert oder komplett neu verlegt, stellt sich vielen Hauseigentümern irgendwann. Tatsächlich müssen es nicht immer neue Bodenbeläge sein, denn eine Sanierung kann oft die bessere Wahl darstellen. Alte Natursteinböden lassen sich durch moderne Techniken wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzen – und dabei sogar technisch verbessern.
Kostenersparnis:
60-70%
günstiger als Neuverlegung
Beispielrechnung: Marmorbad 10 m²
Neuverlegung:
ca. 1.480 €
+ mehrere Tage Arbeit
Sanierung:
ca. 450 €
nur 1 Tag Arbeit
Darüber hinaus schont die Sanierung die Umwelt: Die Neuverlegung von Naturstein bedeutet nicht nur den Abbau von neuen Ressourcen, sondern auch den Transport, die Bearbeitung und die damit verbundenen CO₂-Emissionen. Im Gegensatz dazu reduziert die Sanierung die Abfallmenge erheblich und trägt somit zum Umweltschutz bei.
Natursteinarten und ihre Pflege
Natursteine wie Marmor, Granit oder Kalkstein zeichnen sich durch ihre unterschiedlichen Eigenschaften und ihre spezielle Entstehung aus. Magmatisches Gestein wie Granit entsteht durch vulkanische Aktivitäten, während Sedimentgesteine wie Kalkstein durch Erosionsprozesse gebildet werden.
Marmor
Edle Optik, empfindlich gegenüber Säuren und Kratzern. Erfordert besondere Vorsicht bei der Pflege.
Granit
Robust und widerstandsfähig. Eignet sich für stark beanspruchte Flächen, muss aber imprägniert werden.
Kalkstein
Weicher Stein, neigt zu schnelleren Abnutzungserscheinungen. Regelmäßige Pflege unerlässlich.
Ein weiterer Aspekt ist die Art der Nutzung. Während Böden in Privathaushalten weniger beansprucht werden, sind Natursteinböden in öffentlichen Gebäuden täglich einer hohen Belastung ausgesetzt. Hier sind regelmäßige Reinigungs- und Pflegeintervalle von entscheidender Bedeutung.
Schleifen, Kristallisieren und Imprägnieren – Die Schritte der Bodensanierung
Schleifen
Das Schleifen erfolgt entweder im Feucht- oder Trockenschliffverfahren. Es dient dazu, die oberste Schicht des Steins abzutragen, um Kratzer, Flecken und unebene Stellen zu entfernen. Der Planschliff ist besonders hochwertig, da er dafür sorgt, dass Platten und Fugen auf einer Ebene liegen.

Kristallisation
Im Anschluss an das Schleifen erfolgt die Kristallisation, bei der die Oberfläche des Steins gehärtet und auf Hochglanz poliert wird. Durch diesen Prozess wird die Widerstandsfähigkeit des Bodens um bis zu 30% erhöht, was ihn weniger anfällig für Kratzer macht.
Vorteile der Kristallisation:
- Hochglanz-Optik
- +30% Härte und Widerstandsfähigkeit
- Erleichterte tägliche Pflege
- Schutz vor Schmutz und Flecken
Imprägnierung
Zum Schluss wird der Boden imprägniert, um ihn vor eindringendem Wasser und Verschmutzungen zu schützen. Dies sorgt nicht nur für eine leichtere Reinigung, sondern erhält auch das gepflegte Erscheinungsbild über einen längeren Zeitraum.


Nachhaltigkeit und Werterhaltung

Das Sanieren von Natursteinböden ist auch unter Umweltaspekten sinnvoll. Indem alte Bodenbeläge aufgearbeitet anstatt entsorgt werden, werden wertvolle Ressourcen gespart. Zudem können durch den geringeren Zeiteinsatz Flächen schneller wieder genutzt oder vermietet werden.
Auch die Werterhaltung von Immobilien wird durch die Sanierung gefördert. Ein hochwertiger Natursteinboden trägt wesentlich zur Wertsteigerung einer Immobilie bei. Durch regelmäßige Pflege und gelegentliche Sanierung bleibt der Boden optisch und technisch auf einem hohen Niveau.
Umweltvorteile der Sanierung:
- ✓Keine neuen Ressourcen erforderlich
- ✓Reduzierte CO₂-Emissionen durch weniger Transport
- ✓Minimale Abfallmenge
- ✓Einsparung von Verpackungsmaterialien
Fazit: Sanierung als clevere Alternative zur Neuverlegung
Die Sanierung von Natursteinböden bietet eine nachhaltige, kostengünstige und ressourcenschonende Alternative zur Neuverlegung. Durch Schleifen, Kristallisieren und Imprägnieren kann der Boden nicht nur optisch aufgewertet, sondern auch technisch verbessert werden.
Die Vorteile auf einen Blick:
Wirtschaftlich:
- • 60-70% Kostenersparnis
- • Schnellere Fertigstellung
- • Wertsteigerung der Immobilie
Ökologisch:
- • Ressourcenschonend
- • Reduzierte CO₂-Emissionen
- • Minimaler Abfall
Ein weiterer Vorteil der Sanierung ist die Möglichkeit, den Boden an die aktuellen Bedürfnisse anzupassen. Möchtest du einen glänzenderen oder eher einen matten Look? Durch die verschiedenen Bearbeitungsverfahren kannst du das Erscheinungsbild des Bodens genau auf deine Wünsche abstimmen.
